Königssee – Farbenpracht und Echozauber gratis ;)

Letzte Woche war Verwandtschaft aus dem Rheinland da und wir haben uns trotz Hitze und massiver Sonneneinstrahlung ins Berchtesgadener Land aufgemacht.
Da dies von uns aus auch noch 2 Stunden fahrt sind, hieß es also 9 Uhr (und das war für meine Verhältnisse schon spät ^^) abfahrt.

Mein Schwiegervater hätte ja am liebsten ab dem Moment wo wir in Traunstein auf die B306 gefahren sind, regelmäßig angehalten und überall Fotos geschossen… Hätte ich vielleicht auch getan, wenn das nicht so schweineheiß gewesen wäre…
Ich hatte zur Vorsicht das Navi mitlaufen, hätte es aber nicht gebraucht, da der Königssee frühzeitig und gut ausgeschildert ist.. für jeden Touri einfach zu finden …

Haben wir gemerkt …. sch…. war das da voll… und es sind keien Ferien und es war kein Wochenende. Hauptsächlich Rentner und Japanische Mitmenschen fuhren Scharenweise vor zwischendurch die eine oder andere Junge Familie oder Paare, die wahrscheinlich ihren Sommerurlaub ausserhalb der Hauptferienzeit genommen haben oder nehmen können…

Vom Parkplatz aus (Tageskarte 5,-€, Kleingeld bereithalten!!!) ist man fußläufig in ca. 10-15 Minuten (je nach Gemütlichkeit und Bummelfaktor durch die Fußgängerzone) am Landungssteg des Königssees angekommen. Das ganze ist wunderbar weitläufig gehalten, so dass es hier nicht zu voll wirkte.
Erstmal sind wir rechts zu den Kassen gegangen um uns unsere Überfahrt zu sichern.
Eine gute Regelung hier:
Man bekommt seine Hinfahrt vorgeschrieben, d.h. auf dem Ticket steht Fahrtnummer, Abfahrtszeit und Steg verbindlich drauf. Somit sind keine Boote zu voll und kein langes Warten beim Zusteigen. (An der Kasse des Königssees ist Kartenzahlung möglich!)

Da wir noch Zeit hatten, bis unsere Fähre .. naja … unser bötchen .. ablegte genossen wir noch ein bisschen die Aussicht auf den Farbenfrohen Königssee

Wir haben die Rundfahrt bis hoch nach Salet gebucht, am anderen Ende des Königssees und ich muss sagen, das hat sich wirklich gelohnt.

ksee-karte
(c)Google Maps

Die Fahrt bis St. Bartholomä dauert ca. 35 Minuten und führt an verschiedenen Stellen im Königssee vorbei, die vom Bootspersonal fantastisch erzählt und nähergebracht werden. An der berühmten Echowand wird auf Wunsch der Passagiere kurz halt gemacht und wenn durch ZUFALL 😉 ein Flügelhorn dabei ist, lassen die Kapitäne die Fahrgäste dieses Gänsehauterlebnis Live erleben (am Ende gibt man natürlich einen Obolus in die Mütze des Kapitäns) Hier spielt allerdings das Wetter eine große Rolle, wenn der Wind falsch steht oder es regnet, kann man leider nichts hören.
Ich saß leider auf der falschen Seite des Bootes und konnte so keine Aufnahme des Echos machen, aber Tante YouTube hilft da bekanntlich weiter: Hier ein Beispielvideo von Sylidotde

Die Bekannte Wallfahrtskirche St. Bartholomä liegt auf einer kleinen Halbinsel unterhalb der Atemberaubenden Ostwand des Watzmanns

watzmannostwand

Fotografisch kein schönes Foto, aber es war zu voll und zu wuselig, sich dort richtig hinstellen zu können ausserdem hatten wir knallharte Mittagssonne und da sind die Schatten eh zu Hart…
Das nächste mal würde ich evtl überlegen morgens um 5 oder um 6 schon rüber zu fahren, so dass ich im späteren Sonnenaufgang hier mehr Glück habe.. Aber diese Tour werde ich vermutlich ohne meinen Holden antreten 😉

Auf der kleinen Halbinsel kann man dann das Hauptziel besichtigen St. Bartholomä
Ein nettes Kirchlein, aber ich muss sagen, es hat mich nicht vom Hocker gehauen, da gibts schönere Kirchen. Aber nun gut. Ich war da, ich habs gesehen. Liste abgehakt 😉
Was mich schon mehr gereizt hätte, wäre die Eiskapelle gewesen, die sich im Sommer am Fuße der Ostwand bildet. Bis dort hin, wären es aber gut 1,5 stunden Wanderung gewesen und wir wollten ja noch bis Salet hoch, also auch etwas, was ein andern mal auf meinem Zettel steht 😉
Wir haben also nur den kleinen Rundgang gemacht, den man in ca. 30 Minuten abgegangen ist und badeten unsere Füße im klaren, kalten Königsseewasser .. naja ich badete eher mein Stativ darin ^^

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Die Langzeitbelichtungsbilder sind leider nicht so geworden wie ich es mir erwünscht hatte, da lag aber auch das Problem, dass alle guten Stellen für eine LZ mit badenden Touristen belegt waren. Sämtliche Baumwurzeln oder Steine, die ein Motiv abgaben, waren umwandert. Also noch etwas für den nächsten Ausflug zu früherer Stunde.

Mit dem Schiff ging es dann weiter zur Salet, dem Südlichsten Anlegepunkt des Königssees (auf der Karte rechts, weil ich etwas am Kompass gedreht hab ^^)

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Salet wird denke ich mal unser nächstes Hauptziel am Königssee werden. Von dort aus kann man wunderbar bis zum Obersee wandern und einmal rum zur Fischunkelalm und den Röthbachfällen: Deutschlands höchster Wasserfall mit über 400 Metern.

Bis zu den Röthbachfällen werden wir es nicht hoch schaffen, da dies glaube ich ein schwarz bepunkteter Wanderweg war und ich nicht wirklich Kletter- oder Steilhangtauglich bin ^^

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Aber auf dem Stück gibt es so viele Almen und Verweilmöglichkeiten, ich denke wir werden schon was finden 😉

Selbst wenn man nur das Badetuch einpackt und in den Obersee springt und sich dort an der stillen Natur erfreut. Aber vorsicht: Im Obersee gibt es, wie in den meisten Bayerischen Seen Blutegel 😉 Ich durfte, als ich für meine Langzeitbelichtung am Ufer saß ein paar beobachten ^^

blutegel

Klein und unscheinbar lauern sie zwischen den Steinchen 😉

Leider muss man die Menschen immernoch regelmäßig darauf hinweisen, dass es nett wäre, wenn man nicht einfach vor eine Kamera rennt, die auf ein Stativ aufgebaut ist.
Regelmäßig liefen mir Menschen in die Langzeitbelichtung, weil die Augen aufs Smartphone gerichtet sind, das wie wild die Bilder und Videos macht.

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Blick vom Oberseeufer Richtung Fischunkelalm mit Röthbachfällen und Teufelshörnern

Mein Fazit:

Königssee immer wieder sofort. Ist zwar ein teureres Vergnügen, da die Schifffahrt pro Person bis Salet auch nochmal 17,80 kostet, aber von irgendwas müssen die Menschen da ja auch leben und ihre Natur erhalten 😉 Den Perfekten Zeitpunkt gibt es glaube ich nicht, auf jeden Fall nicht am Wochenende und nicht in den Ferien ^^

(Titelbild (c) Google Maps)

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