Projekt KW 7 und ein bisschen Milkyway

Auf dem Weg zum Wendelstein bin ich auch an meinem Projektort vorbei gekommen: Der Kirche in Alxing.
Die warmen Temperaturen der letzten Tage haben unsere Schneedecke fast vernichtet und das braune dürre Gras zum Vorschein gebracht.

Glaubt man gar nicht, wenn man sich das Bild von letzter Woche anschaut.

Der Eine oder Andere, je nachdem, wie sehr ihr meine FB- oder Instagram-Seite verfolgt (beides im Übrigen rechts verlinkt) hat mitbekommen, dass ich mich heute morgen um kurz vor 4 aus dem Bett gequält und mich auf Milkyway-jagd gemacht habe.

Naja, ich habs zumindest versucht 😀
Ich bin dafür allerdings auch nur raus auf den nächstbesten Acker gefahren, auf dem ich eine gute Sicht in die Richtung hatte, in der mein SunSurveyor App gesagt hat, wo die Milchstraße sein soll.

Soweit so gut.. dick eingemummelt in Thermoklamotten und Windschutz stellte ich mich auf den Acker und schaute mich um. Der Mond war verdammt groß und verdammt hell, was die Sicht auf das Ding da oben ein bisschen erschwerte.

Man könnte fast meinen es sei eine fremde, unnatürliche Lichteinstrahlung. Nein, das war wirklich der Mond.
Lange konnte ich noch einen schönen Monduntergang betrachten… Wie sich der Himmel über ihm rot verfärbte. Ein tolles Bild. Irgendwie habe ich zwar kurzzeitig dran gedacht, davon ein Foto zu machen… aber so langsam froren meine Gedanken ein.

Als der Mond dann auch weg war und ich in vollkommener Dunkelheit auf diesem Acker stand, wurde mir doch etwas mulmig… Ich wartete auf den Bauern, dessen Acker ich belegte, der Mistgabelschwingend auf mich zu gerannt kam.
Hier und da fuhr mal ein Auto die Straße hoch, was mich eh schon verwunderte, weil ich den letzten Winkel des Landkreises genommen hatte (um natürlich auch etwas geschützt vor Lichtverschmutzung zu sein), weit weg von sämtlichen Hauptverkehrsstraßen. Es gab hier noch nicht mal Leitpfosten ^^ Nur die Schneepinne steckten noch im Boden.
Die Autofahrer müssen sich auch gefragt haben, was in aller Herrgottsnamen macht die da um die Uhrzeit, mutterseelenallein auf dem Acker.

Also schoss ich hier und da meine Aufnahmen, mal länger belichtet, mal kürzer, mal mehr ISO mal weniger.
Ich hab einfach wild rumgetestet.
Das einzige, was mir zumindest bei der Milchstraße nicht gelingen wollte, war der Fokus.
Das ist bei dem 17-70er wirklich n bissl unglücklich. Der Unendlichkeitsfokus sitzt nämlich gefühlte 2-3mm vor dem Unendlichkeitsstrich. So eine frickelei.. und das bei -8Grad und nur mit Handylicht (wird echt Zeit, dass ich mir doch mal die Stirnlampe bestelle).

Ich muss aber trotzdem sagen, dass ich ganz zufrieden bin mit dem Ergebnis. Auch wenn der Fokus nicht 100%ig sitzt. Für meine erste Milchstraße ist das doch vorzeigbar. Weil Grundlegend: Man erkennt, dass es eine Milchstraße sein soll 😀

3 Gedanken zu “Projekt KW 7 und ein bisschen Milkyway

  1. mutig da so alleine auf dem Acker bei Dunkelheit ! Als ich meine Autos fotografiert habe kamen auch zum Teil die verwunderten Blickle der Beifahrer. Was macht den der da im Acker ? Hat der eine Laserpistole für Geschwindigkeitsmessung ? Damit kann und muss man einfach leben !! Üben und probieren muss man einfach !

    Gefällt 1 Person

    1. Ja ich finde auch, man muss üben, üben, üben und sich auch mal an Dinge ran wagen, mit denen man nicht so vertraut ist. Nicht nur im Hobbybereich, egal in welchen Lebensabschnitten.
      Nur so kann man sich weiter entwickeln und neues erlernen und entdecken.
      Und ja: Mulmig war mir wirklich ganz schön auf diesem Acker.. Aber eigentlich passiert einem hier nichts. Mich hätte wahrscheinlich echt nur der Bauer erschrecken können, wenn er gefragt hätte, was ich da mache. Aber Ich habe ja nichts zerstört.. ich saß auf einer großen „Wiese“ was er wahrscheinlich letztes Jahr hat als Erholungsfläche für die nächste Saison oder als Wildwiese für Viehfutter genutzt hat.
      Ich achte natürlich immer darauf, wenn ich wo hingehe, dass ich nichts zerstöre, keinen gefährde und niemanden störe. Mir ist der eine oder andere Vogel um die Ohren geflogen (wahrscheinlich kleinjäger) und evtl hab ich nen Fuchs gestört.
      Eigentlich passiert hier nichts … Wir sind hier früher schon querfeldein von Dorffesten Nachts nach Hause gelaufen, weil hier natürlich kein Bus fährt.
      Es war jetzt kein angenehmen Gefühl und ich hätte gerne auch eine Gesellschaftliche Unterhaltung an meiner Seite gehabt, aber ich hatte jetzt keine Angst um mein Leben 🙂

      Gefällt 1 Person

      1. denke ich doch auch ! Wo ich vorsichtig wäre sind die Lost Places ! Ich hatte da mal auf einem Firmengelände wirklich Schiss so alleine in einer riesigen Firmenhalle. Hörte auf einmal einen Hund bellen ( bin vorher über einen Zaun gestiegen ) und dachte MIST ein Hund womöglich ein Wachdienst ! Als ich dann sah dass es sich um einen Fussgänger ausserhalb des Geländes mit seinem Hund handelte war ich schon erleichtert ! Ich schicke dir mal hier den Link zum Beitrag wo dies passiert ist.

        https://mannisfotobude.wordpress.com/2016/04/26/verlassene-textilfabrik/#more-3140

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s