Dienstag 03.10.2017 Tag 2

Nach einer langen Nacht des Schlafes der Erschöpfung klingelte um 7:30 Uhr der Wecker. Ich muss sagen, ich fühlte mich doch recht erholt. Auch wenn das Bett nicht gerade ein Traum war. Zumal es mit 1,20m doch recht eng für uns beide wurde (Wir sind 1,80m gewohnt ^^). Schonmal das gröbste wieder in den Koffer gepackt und dann auf zum Frühstück.
Das Frühstück im Craiglynne Hotel in Grantown-on-Spey war doch eher schlicht. Es gab Kaffe oder Tee, Toast und eine kleine Auswahl an Müsli und Joghurt am Buffet. Für alles andere stand eine kleine Menükarte auf dem Frühstückstisch mit den dementsprechenden Preisen. Durchaus schade.
Nach dem Frühstück schnell die letzten Sachen eingepackt und aus dem Hotel ausgecheckt damit wir zu unserem nächsten Hauptziel starten konnten. Fort William.

Etwas unsicher starteten wir mit unserem immernoch auf der falschen Seite fahrenden Auto in das nächste Abenteuer.
Zum Glück führte fast die komplette Strecke über gut ausgebaute Straße, so dass wir uns erstmal der Herausforderung „falsche Seite“ stellen konnten.

Auf dem Weg nach Fort William hielten wir uns an unsere Frisch erstandene Straßenkarte. Was auch nicht immer durchaus einfach war, da auch hier nicht unbedingt alle Straßen drauf waren. Aber um sich einfach an einer Richtung zu Orientieren, war dies durchaus hilfreich.

Nach ein paar KM fanden wir einen Abbieger von der A95 auf die A938 Richtung Dulnain Bridge einen netten kleinen Parkplatz an dem ein ganz kleines Feld abgegrenzt war, auf dem man sich Rückstände aus der Eiszeit anschauen konnte. Ist man Richtung A95 zurückgegangen, hatte man einen wunderschönen Ausblick auf das gesamte Tal.

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So verlief sich unsere Strecke weiter entlang der A95, bis wir uns das erste mal ein bisschen verfranzt hatten. Also studierten wir die Karte und hielten uns Richtung Loch Insh.
Wir genossen den Blick durch die Landschaften und irgendwann stellte sich mir doch die Frage, wer in Gottesnamen so viel Zeit hatte überall in die Wildnis kleine Steinmauern zu bauen.
Irgendwann fragten wir uns, ob wir wirklich richtig waren. Im Groben waren wir das auch, nur das wir nicht mehr über die Hauptstraße fuhren, sondern auf eine kleine Nebenstraße abgekommen waren, die durch ein nettes kleines Naturschutzgebiet führte. Unser Fahrfehler wurde kurz vor Kingussie mit den Ruthven Barracks belohnt.

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Alte Barracken aus Zeiten der Jacobiter Kriege, die nach eroberung der Jacobiten niedergebrannt wurden und so nun die Zeit dort überdauern. (hier zum Englischen Wiki)

Wieder auf der A95 angekommen fuhren wir weiter Richtung südwesten. Dort kamen wir am Laggan Dam vorbei.

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so fuhren wir weiter Richtung Fort William.
Fort William (hier zum Wiki) ist eine Kleinstadt am Loch Linnhe mit direkter Anbindung zum Meer.

In Fort William kamen wir dann auch zum ersten mal mit mehrspurigen Kreisverkehren in Kontakt… Nicht schlecht Herr Specht. Obwohl ich sagen muss, wenn man einmal verstanden hat, wie die Teile Funktionieren, dann sind die echt Logisch.

3.7
(c)niamh-om.com

Bei 3 Spuren ist es fast noch einfacher… du bleibst so lange innen, bis du raus willst und das funktioniert wie ein guter Reisverschluss. Hat man es verstanden, ist es einfach.

In Fort William angekommen, wusste ich durch meine vorherigen Erkundungen mit Google Maps, dass es relativ Zentral einen McDonald’s und dementsprechend Parkplätze gab. Also wuselten wir uns relativ unsicher durch diese Kreisverkehrsgeschichten und Baustellen.
Erleichtert das Goldene „M“ zu erblicken, meisterten wir auch den letzten Kreisverkehr und freuten uns auf einen warmen Kaffee und eine Toilette 😉
Das Auto parkten wir hier erstmal auf einen kleinen Parkplatz und erkundeten Fort William auf eigene Faust.

Diese kleine Stadt ist wirklich sehr angenehm, aber auch sehr, sehr windig. Somit habe ich mir in einem kleinen Sportgeschäft eine etwas wärmere Mütze und einen „Schal“ geholt, damit ich mich vor den Winden (die ja auf der Skye wahrscheinlich auch nicht weniger sein werden) noch etwas besser schützen kann. (War sogar ein Kauf 2 für 1 Aktion) Auch spähten wir schonmal das Nahrungsangebot für den Abend aus.

Um kurz vor 4 machten wir uns mit unserem Auto auf den Weg Richtung B&B.
Wir nächtigen hier 2 Tage im Viewfield House, welches von einem älteren Ehepaar geführt wird. Wirklich gutherzige und liebe Menschen. Unser Koffer war leider noch nicht da, aber darum wollte ich mich gleich in Ruhe kümmern. Wir bekamen eine kurze Einweisung wo alles ist und wie alles funktioniert (Eine vernünftige Dusche!!!) und nach einem kurzen Kompliment über meine Haarfarbe wurden wir nach unseren Frühstückswünschen gefragt. Natürlich wollten wir das erste mal ein Full Scottish Breakfast probieren.
Jetzt versuchte ich erstmal Neuigkeiten über unseren Koffer rauszubekommen. Er war wohl in Inverness angekommen und würde im Laufe des Abends vom Kurierdienst abgeholt werden und am nächsten Tag zu uns gebracht werden.
Na wenigstens etwas.

Etwas Frischgemacht zogen wir nocheinmal los um etwas Nahrung aufnehmen zu können.
Diese fanden wir dann im „The Great Glen“ wohl eher was in Richtung Kettenrestaurant aber super günstig und für diese Preise auch echt top Burger.
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Nun kamen wir hier auch zum ersten mal mit den schottischen Bestellgepflogenheiten in Kontakt, wobei sie hier nun wesentlich moderner waren. Man konnte sich eine App installieren und seine Bestellung und Bezahlung per App tätigen oder man merkte sich seine Tischnummer und marschierte mit seiner Bestellung zur Theke, bestellte und bezahlte. Hier waren wir zuerst sehr verblüfft, dass wir so günstig weggekommen waren, aber nachdem wir die Karte nochmals genauestens studierten, war es uns klar „Take two for 9.99£“. Somit bezahlten wir an diesem Abend mit Dessert (Leckerer Warmer Schokobrownie in Vanilleeis mit Sahne und Schokososse und mein Holder hatte warme Pancakes mit Sirup und Vanilleeis) sage und schreibe 23 £
Satt und zufrieden schleppten wir uns die Treppen und steilen Wege hoch zu unserem B&B. Mit ein bisschen TV (Hey hier gab es richtiges Fernsehen so mit Empfang und einer gesunden Kanalauswahl) sanken wir in wohligen Schlummer.

Tagessaldo: 60.30£

KM: 125

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