Donnerstag 05.10.2017 Tag 4

Das Wetter wollte uns nicht hold werden. Trübe war es beim Aufstehen und noch etwas verschlafen fing ich an die Koffer wieder zusammenzuwuseln.
Ja Inzwischen sind es DIE Koffer 😉 Als wir Mittwoch Nachmittag aus Glen Coe zurückgekommen sind stand er da. MEIN KOFFER. Ich habe mich glaube ich noch nie so sehr gefreut einen Koffer wieder zu sehen ^^

Wunderbar gefrühstückt, aber heute nur Bacon & Egg, und dann haben wir uns von diesen wunderbar liebevollen Gastgebern wieder verabschiedet.
Dieses B&B ist zwar nicht „modern“ aber sehr gut bewirtet und sehr gastfreundlich. Das empfehlen wir gerne weiter und bei unserem nächsten Trip hoffe ich, hier wieder einkehren zu können 🙂

Viewfield House
Alma Rd
Fort William
PH33 6HD

Nach dem Frühstück ging es dann los Richtung Mallaig. Zur Fähre.
Die Fähre habe ich zu Hause online gebucht. Was auch unser Glück war, wie sich später herausstellen sollte. Aber zuerst steuerten wir die Tankstelle an. Knapp im Spritt waren wir zwar nicht, etwa noch halbvoll, aber ich wusste, dass es auf der Skye nicht die meisten Tankstellen gibt. 28,55£ und das Auto wieder voll.
Unser Weg führte uns vorbei an wunderschönen Landschaften. Loch Eil, Loch Shiel und Loch Eilt und immer neben uns die Strecke vom Jacobite Steam Train.

 

Zum Glück wurde das Wetter immer besser und wir bekamen sogar mal richtig Sonne zu sehen. Das wärmte auch ein bisschen die Seele 😉
Langsam kamen wir Richtung Küste und an den Geschichtsträchtigen Ort an dem Prince Charles Edward Stuart aus seinem Exil aus Frankreich zurückkehrte, in das er nach dem verlorenen Jacobitenaufstand geflohen war.

Eine Kleine Gedenktafel erinnert daran. Direkt an einem Parkplatz an der A830 auf dem Weg nach Mallaig. Wo genau seht ihr auf der Interaktiven Karte oben 😉
Nun schlängelten wir uns weiter an der Küste entlang Richtung Mallaig und es wurde so richtig schön. Strahlender Himmel und ein toller Ausblick waren uns gegönnt.

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In Mallaig suchten wir also erstmal den Fährhafen auf um uns zu orientieren. Wir waren superfrüh dran und wurden sofort von einem Parkeinweiser abgefangen.
Nach etwas hin und her, dieser Mensch hatte einen durchaus tiefen dialekt, hatte ich dann auch verstanden was er von mir wollte. Da wir eine Fähre zu früh waren, sollte ich meine Reservierung von 14 Uhr auf die jetzige umbuchen und mich schonmal in die richtige Parkreihe stellen. Also stellte ich mich in die befohlene Reihe und ging rein zu den netten Damen, die mir meine Reservierungsnummer auf die frühere Fähre umbuchte. Warum nicht. So blieb uns auf der Skye schonmal mehr Zeit.
Bis 13:20 Uhr hatten wir Zeit uns noch den Ort etwas anzuschauen und die Beine zu vertreten. Hier ist auch die Endstation für den Jacobite Steam train, der dann später wieder nach Fort William zurück fahren würde.
Mallaig ist ein kleines Fischerörtchen und lebt glaube ich fast auschließlich von den Touristen des Zuges und denen der Autofähre, sowie vom Fischfang.
Die Möwen sind hier größer wie meine Norwegischen Waldkatzen und ich hatte sogar die Gunst eines dieser Tierchen mit einem Frischgefangenen Krebs beobachten zu dürfen. Leider konnte ich nicht nah genug rangehen, das fand das Tier nämlich nicht soooo gut. Also ließ ich es in Ruhe fressen und schaute zu, wie es den Krebs auseinander nahm.

Langsam machten wir uns wieder auf den Weg zum Auto, damit wir das „boarding“ nicht verpassen und dann traf uns ja fast der Schlag. Meine Güte war des voll geworden.

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Es fuhren auch noch immer weitere Autos hierhin.. dazu noch 1 großer Reisebus und mehrere Kleinbusse.
Neben uns in der Reihe parkte eine kleine Kölner Reisegruppe mit eigenem Auto und auch überall in den Reihen standen Deutsche Autos. Ich frage mich ja immernoch wieso ich diese Strapaze auf mich nehme mein Auto da rüber zu schiffen für ne Woche Urlaub. Ausserdem ist das fahren auf der falschen Seite ja eh schon schlimm genug, dass ich aber wenigstens auf der „richtigen“ Seite sitzen möchte.

Dann ging es so langsam los. Es wurden die Tickets abgepiept und langsam wurden die Reihen auf die Fähre gelassen. Keiner von uns hatte eine Ahnung wie das läuft und was auf der Fähre passiert und mir war wirklich mulmig. Nicht, dass das Schiff vom Ufer wegtreibt, wenn ich gerade den Vorderreifen drauf habe … Fragen über Fragen ^^
Sicher schonmal auf dem Boot wurden wir Millimetergenau eingewiesen und parkten sozusagen Stoßstange an Stoßstange.
Auto abgesperrt und rauf zu den Aufenthaltsräumen. Das Schiff ist durchaus geräumig gewesen. Mehrere große Aufenthaltsräume sowie Bistros, wo man eine Kleinigkeit zu sich nehmen konnte.
Kaum kam das Schiff in Bewegung haben wir schnell gemerkt, dass kaum einer die Warnschilder gelesen hat. Sie wahrscheinlich auch nicht verstehen konnte.

„Bitte die Autoalarmanlagen deaktivieren“

Das Sirenenkonzert begann und röhrte auch eigentlich die ganze Überfahrt über durch. Die Meisten hatten wahrscheinlich auch keine Ahnung, dass sie eine Alarmanlage haben, da es ja fast alles Leihwagen waren.

Als die Fähre in Armadale angelegt hatte, ging das auch alles relativ zügig. Ich war ehrlich gesagt froh, dass der große Reisebus schonmal runter vom Schiff war. Dann zog ich mit meinem kleinen Peugot durch und huschte ganz vorsichtig von diesem Monstrum runter. Erleichtert und erfreut fuhren wir direkt Armadale Castle an.

Armadale Castle als letzter Landsitz der McDonalds ist ein hübsches Fleckchen Erde. 17£ Eintritt, der Zugang zu allem gewährte und einen Audioguide durch die Ausstellung mit einschloss. Der Audioguide dauert ca. 45-60 Minuten und erzählt einem eigentlich alles wichtige über die Jacobiten-Aufstände sowie über die Geschichte der McDonalds.

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Vom Anwesen selbst steht eigenrlich nur noch das Außengerüst. Der Rest ist auch abgesperrt wegen akuter Einsturzgefahr.

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Von Armadale gings dann los Richtung Broadford, wo wir unsere erste Nacht auf der Skye verbringen würden.
Broadford als zweitgrößte Ortschaft auf der Skye hat im großen und Ganzen alles, was man braucht.
Das Carrick B&B war eine wahre Wohltat. Ein wirklich relativ neues und Modernes kleines Eigenheim erwartete uns am Ende einer nicht leicht zu findenden Straße.
Die Gastgeberin öffnete uns auch sofort die Tür und wies uns in unser zu Hause für eine Nacht ein. Das Zimmer sah aus wie frisch renoviert und das Bad war auch relativ neu eingerichtet. Sie legte uns eine Frühstücksliste hin, auf der wir ankreuzen konnten, was wir zum Frühstück wünschen und ließ uns erstmal ankommen. Im Zimmer liegt kleines Gästeinformationsbuch bereit, in dem alles wichtige steht. Die üblichen Hausregeln, das W-Lan-Passwort aber auch Speisekarten von diversen Restaurants im Ort, so dass wir uns schonmal was aussuchen konnten, ohne lang suchen zu müssen.
Das Claymore hatte uns im Internet schon sehr zugesagt, aber auch das Cafésia hörte sich sehr gut an.
So machten wir uns erstmal auf den Ort noch ein bisschen zu erkunden, aber auch das Wetter und den sehr Stimmungsvollen Abendhimmel noch auszunutzen.
Zumal wir auch Kohldampf hatten, suchten wir die Gaststätte auf, die uns im Internet schon zugetan war. Das Claymore. Blöd nur, dass die erst um 17:30 Uhr öffneten und dies noch eine ganze Zeit hin war.
Das Wetter war ein Mix aus Sonne und Nieseln aber der Ausblick war einfach Gigantisch.

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Da wir Hunger hatten und nicht so lange warten wollten, suchten wir also das Cafesia auf.
Genüsslich gute Pizza verspeist und guten Kaffee getrunken. 31,50£ mit Trinkgeld.

Das Ufer nutzten wir für einen netten Verdauungsspaziergang und genossen einfach diese Stille, die hier herrschte. Eine ganze Zeit saßen wir am Ufer und schauten in die Ferne. Bei weiteren Erkundungsgängen kamen wir ans Ende der Straße, die in einem Privatweg endete, an. Am Ufer saß ein Herr der uns sagte, dass wir da ruhig langgehen konnten, das wäre kein Problem. Von da hinten hätte man einen wunderbaren Ausblick.
Etwas Mulmig gingen wir an der sehr sehr baufälligen Hütte vorbei auf den Privatweg. Uns kam ein weiterer Herr entgegen, der mit seinem Wauzi spazieren war und uns erzählte, wenn wir bis hinten durchgehen würden, zu einem kleinen verfallenen Haus mit rotem Dach, dann könnten wir auf der Höhe auch ab und an mal Otter beobachten, die dort hausen.

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Vorsichtig gingen wir den durchaus matschigen und schlüpfrigen Weg weiter und uns wurde immer mulmiger. Wir waren uns unsicher ob wir nicht vielleicht doch irgend einer Mördergruppe auf den Leim gegangen waren, die uns zu ihrem Mordhaus führen wollten.
Dem war natürlich nicht so.
An der alten Hütte angekommen wäre es rechts neben dem Viehgatter noch weiter gegangen. Aber es war so Schwammig und Matschig, dass wir es besser empfanden nicht auf eine Halsbrecherische Uferklettertour zu gehen. Zumal der Weg schon teilweise am Rand weggebrochen war und der Zaun in der Luft hing.

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Zumal es auch immer dunkler geworden ist und wir nicht irgendwo gefahr laufen wollten runter zu fallen, rein zu fallen oder stecken zu bleiben. gingen wir zurück zur Hauptstraße und schlenderten noch durch den Supermarkt um unsere Vorräte aufzufüllen.

Tagessaldo: 84 £

KM: 105

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