Samstag, 07.10.2017 Tag 6

Das Wetter wollte uns nicht hold werden. Davon aber nicht unterkriegen lassen gingen wir zum Frühstück und bekamen mal wieder ein tolles Menü aufgetischt.
Nach dem Frühstück bekamen wir vom Gastgeber einiges an Infomaterial und eine kurze Kartenführung von Skye. Was sehenswert ist und warum und wie wir am besten hinkämen.
Hier sprachen Heimatliebe und Wissen aus dem Gastgeber. Gerne hörten wir ihm zu und nahmen auch einige Sachen mit, die wir vorher noch gar nicht auf dem Schirm hatten.

In der Hoffnung, das Wetter würde sich vielleicht irgendwie bessern brachen wir auf zu unserer heutigen Tour über den nördlichsten Arm der Skye.

Unsere erste Station sollte der Old man of Storr sein. Der Parkplatz hier ist „relativ groß“ und es standen auch schon Autos sowie Reisebusse hier. Leider ergoss sich auch ein Regen wie von einem anderen Stern über uns, so dass wir erstmal im Auto ausharrten un dabwarteten, dass es etwas aufhören würde. So kannten wir das die letzten Tage aus Schottland. Es regnete, auch heftig, aber nur kurz und danach konnte das Wetter umschlagen und die Sonne rauskommen.
Nach etwas  über 10 Minuten hörte es ein bisschen auf und wir fassten den Mut das Auto zu verlassen. In weiser Vorraussicht hatten wir heute unsere Regenhosen schon vor Fahrtantritt anzogen.
Der Gipfel war komplett im Nebel verborgen und war von unten überhaupt nicht zu sehen. Auf halbem Wege zum Gipfel ergoss sich nun wieder ein Schauer über uns, so dass wir beschlossen haben hier abzubrechen und erstmal weiter zu fahren. Vielleicht ergab sich am Ende der Tour nochmal die Möglichkeit hier hinauf zu fahren.
Mit etwas gedrückter Stimmung fuhren wir weiter Richtung Lealt Falls den Rigg Viewpoint haben wir nicht mitgenommen, da wir ihn bei der Witterung auch gar nicht als Aussichtspunkt wargenommen haben.

An der Flussmündung nach den Wasserfällen sieht man noch die Überreste der alten Eisenhütten. Wenn ich unseren Gastgeber richtig verstanden habe, wurde dort das herausgesprengte Metall aufgefangen, welches von den Bergen über den Fluss und den Wasserfall hinunter, transportiert wurde. (Bitte Korrigiert mich, wenn ich falsch liege 😉 )

hier klarte das Wetter ein bisschen auf, aber die Kamera mitzunehmen habe ich mich nicht getraut, also mussten hier Handyfotos herhalten. Aber ich denke, dass auch diese Bilder ihre Aussagekraft gut gerecht werden.

Von Den Lealt Falls ging es weiter zum „Kilted Rock“. Man kannte diesen Felsen natürlich von Fotos, aber auch hier gilt: Davor stehen und mit eigenen Augen sehen ist einfach unbeschreiblich.

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Der Parkplatz am kilted Rock ist relativ groß. Das muss er auch sein, da selbst bei diesem Fisselwetter und in der Nachsaison hier richtig viel los ist. Der Foodtruck der auf der Karte eingezeichnet ist, steht in der Nachsaison wohl nicht dort. Ich denke, wenn ich mich hier hinstellen würde und pro Foto, das ich für die Touristen von ihnen mache 2£, würde ich am Saisonende einen schönen Urlaub zusammen bekommen haben ^^

Mit etwas trockenerem Wetter und ein bisschen vom Wind auf den Klippen trocken gepustet. fuhren wir weiter Richtung norden. Unser nächster Halt war das „Duntulm Castle“ … zumindest seine Überreste.
Das Duntulm Castle war die erste große Festung der MacDonalds, die sie im 15. Jahrhundert bezogen, nachdem sie zuvor in zwei größeren Landsitzen gelebt haben. Von Duntulm aus zogen sie später auf ihren letzten Sitz: Das Armadale Castle.

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Das Gelände rund um Duntulm ist abgesperrt mit wirklich ernst gemeinten Sicherheitshinweisen, dass das Betreten auf absolut eigene Gefahr passiert. Da die ganze Klippe droht ins Meer zu stürzen.

Hier ließen wir ein bisschen Zeit verstreichen und gingen etwas hinab zur Küste und genossen, dass es mal 10 Minuten trocken war.
Vom Parkplatz aus kann man auch ein Stückchen weiter auf die andere Klippe laufen zu einem kleinen Ausguck „Rubha Hunish“.

Auch diesen haben wir einerseits Aufgrund meiner etwas schlechteren Orientierung (ich hab die Landzungen verwechselt ^^, bzw. hatte es anders im Kopf) und der durchaus vollgeregneten Wiesen, stehen lassen. Wobei wir auch von hier eine Wetterbedingt tolle Aussicht hatten.
Ein Stückchen weiter, der Straße folgend kommt man an ein kleines Museum, welches natürlich leider geschlossen war, weil es nur von April bis ende September geöffnet ist. Demnach waren natürlich auch die Toiletten geschlossen.
Ein kleines Stück die Straße hoch kommt man zu zwei Friedhöfen, wo auf einem das Grabmal der Heldin von Skye Flora MacDonald steht.

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Auf diesem Friedhof findet man zudem auch alte Gräber des Commonwealth und viele alte verwitterte Grabsteine, die kaum noch lesbar, oder gar umgefallen sind. Eine interessante Stimmung. Diese man auf jeden Fall achten und die Ruhe nicht stören sollte.

Duntulm und das Museum hinter uns lassend, fuhren wir Richtung Fairy Glen, aber nicht ohne einen Zwischenstopp für Kaffee und Pipi in Uig einzulegen. Viel gab es in Uig nicht, ausser einen relativ großen Fährhafen. Hier hielten wir etwas Oberhalb auf einem kleinen Öffentlichen Parkplatz.
Im kleinen der Tankstelle angeschlossenen Supermarkt erfragte ich mir die Toilette, bekam aber zum ersten mal eine richtig unhöfliche Antwort.
Nach ein bisschen schauen und suchen fand ich die Toiletten hinter dem Fährhaus, wo man seine Tickets lösen konnte. (Falls ihr auch diese Lage kommen solltet, hab ich es oben auf der Karte markiert^^)
Im  the Isle of Skye Brewing ist eine kleine Kaffeebar mit angeschlossen, wo wir uns erstmal mit versorgten. Zugleich stöberten wir ein bisschen im Angebot des „Souvenirshops“
Uns ist aufgefallen der Kaffee in Schottland vor allem auf der Skye ist besonders mild und richtig gut. Auf jedenfall eine Empfehlung.

Richtung Fairy Glen führte uns eine gut versteckte kleine Straße, die wir ohne Hinweis unseres Gastgebers nicht gefunden hätten. Hier erstreckte sich wieder meine geliebte Single Track Road, wobei ich sagen muss, je öfter man sie fährt um so selbstverständlicher ist es.
Als wir in Fairy Glen

ankamen fühlten wir direkt die Gänsehaut die dieser Ort verströmt, den man auch nicht auf Bildern einfangen kann.. schon garnicht wenn man so ein Wetter hat wie wir.
Diese kleinen spitzen hügelchen, die Schafe die zwischen oder auf ihnen liegen und der kleine See ließ einen darauf warten, dass gleich Frodo und Sam hinter einem der Hügel auftauchen.
Bei unserer nächsten Skye tour steht dieser Teil auf jeden Fall nochmal ganz oben. Ich hoffe dann auch mit besserem Licht.
Ich fühlte mich doch vom Regen und vom Wind der letzten 2 Tage etwas matt und wollte auch dieses Tal genießen, so dass ich mich mit meiner Kamera an den See setzte und meinen Holden über die Hügelchen klettern ließ. Gerne hätte ich mir das auch mit angeschaut. Aber das viele Fahren, gerade über die ungewohnten Straßen, die auch noch wahnsinnig viel Konzentration forderten, die vielen Eindrücke der letzten Tage forderten dann auch bei mir seinen Tribut.

Als ich so da saß kam ein Brautpaar an, welches wohl einen Fototermin für hier vereinbart hatte. Eine wirklich tolle Location, nur war das Wetter hier absolut nicht geeignet. Es ließ sich kein Zauber einfangen, egal wohin man geschwenkt hat. Vielleicht war ich aber auch zu müde.  Als dann der nächste 20 Personen Bus ankam, beschlossen wir das Tal wieder zu verlassen und Richtung Portree zu fahren. Da es hier trockener war, wollten wir unser Glück nochmal beim Alten Mann versuchen, was wir aber kurz hinter Portree, als es wieder junge Hunde und Katzen regnete, wieder verwarfen und ins B&B zurückfuhren um uns trocken zu legen und fürs Abendessen umzuziehen.  Zumal wir ja auch unsere Sachen wieder etwas zusammenpacken musste, da unser letzter Tag am Sonntag anbrach und wir auch einiges an Kilometern zu fahren hatten.<

Als wir zurückkamen frug ich den Gastgeber wie denn das häuseliche Porridge zubereitet wird, da ich wusste, dass die Schotten dies mit Wasser auf eine eher salzige Variante kochen. Nein sie machten es mit Milch und so war ich glücklich und bestellte dies für den nächsten morgen so um.
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Tagessaldo: 41£

KM: 90

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