Sonntag 08.10.2017 Tag 7

Der letzte Tag bricht an im Königreich von Ascalaon… oh halt ne .. in unserem Schottland Urlaub un das Wetter sah nicht wirklich vielversprechend besser aus. Am Frühstückstisch begegnete uns ein weiterer Gast, der gestern angekmmen war. Er war aus New York und bereiste Schottland mit dem Zug und dem Taxi. Nettes Unterfangen, aber bestimmt auch kostspielig. Unser mitfrühstücker hatte zumindest die Hausregeln nicht intensiv genug gelesen und wurde vom Gastgeber durchaus freundlich darauf hingewiesen, dass Tablets und Handys am Frühstückstisch nicht gestattet sind. Nach einem köstlichen Porridge schafften wir unsere Sachen ins Auto und machten uns auf den Weg Richtung Loch Ness.

Durch tristes Grau fuhren wir Richtung Süden auf die Skye Bridge zu. Unser weg sollte uns heute zurück in die Nähe von Inverness führen vorbei am Eilean Donan Castle, auf das wir schon sehr gespannt waren.

Die Skye Bridge war schon sehr imposant. sie führte uns geradewegs von der Skye nach Kyle of Lochalsh. Hinter dem Ort kam ein kleines Parkplatzschild welches uns auf ein kleines Monument hinwies. Weil es gerade trocken war und wir natürlich sehr gut in der Zeit waren, hielten wir hier und machten uns auf die Suche nach diesem Monument.
Ein kleines Schild am Rande eines Trampelpfades wies uns den Weg. Der Pfad führte uns durch ein kleines Waldgestrüpp zum Ufer, wo das Denkmal thronte und einen tollen Ausblick auf die Skye Bridge und das Loch lieferte.

Hier ging es direkt weiter zum Eilean Donan Castle (hier zum deutschen Wiki). Hier merkte man auch wieder den Touristenandrang. Aber klar, diese Burg ist bekannt aus Filmen und vielen Serien die in dieser Gegend spielen.
Eilean donan hat vorne ein kleines Besucherzentrum, dem ein Cafe und ein kleiner Souveniershop angeschlossen sind. Die Tickets erhaltet ihr im Ticketshop und kosten Pro Person 7.50£

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Wirklich erschwinglich zumal die Burg aus dem 12. Jahrhundert komplett zerstört war und erst anfang 1900 wieder aufgebaut worden ist. Über die Brücke, aber der eine Eintrittskarte benötigt wird, kommt man direkt zum Haupteingangsbereich, der relativ großzügig begehbaren Burg. Im inneren der Burg ist sie komplett ausgestattet, unter anderem ist auch der alte Speisesaal aufgebaut und eingerichtet worden sowie einige Schlafzimmer, die aber eher im Stil der frühen 40er Jahre eingerichtet worden sind.
Im innern war es natürlich nicht gestattet zu fotografieren, es wäre auch zu Dunkel gewesen um irgendwas auf den Fotos rüber zu bringen ausser Gerausche des zu Hohen Isowertes.
Hier haben wir uns unsere ersten und einzigen Souveniers gekauft. Wir sind durchaus geizig und möchten uns nicht so viel Kitsch in die Wohnung stellen (Wer jetzt unsere Animefigurensammlung erwähnt bekommt was auf die Finger ^^) was dann irgendwann in irgendeiner Ecke verstaubt.
Also gab es zwei schöne getöpferte große Tassen mit dem Schloss drauf. für jeweils 9,50£ war dies eine Ausgabe die wir für Akzeptabel hielten.

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Von Eilean Donan ging es nun wieder Richtung Loch Ness.
Wir sind gerade aus über die A887 gefahren und nicht auf der A87 nach Invergarry geblieben, da ich wusste, dass wir noch Loch Ness und Urquhart Castle auf unserer Liste hatten und ich mich da nicht durchhetzen wollte. Invergarry kann man dann ein nächstes mal mit Einfügen und über Fort Augustus nach Inverness fahren. Ich wollte uns für den letzten Tag nicht zu viel verschiedenes aufhalsen, da ich nicht einschätzen konnte, wie aufnahmefähig wir nach 7 Tagen Sightseeing noch sind.

Verkehr war hier wirklich absolut überhaupt nicht. Es kam uns kaum ein Auto entgegen und ganz selten wurden wir mal von Einheimischen überholt.
Das Land wurde flacher und solangsam verließen wir die Highlands. Leider.

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Und dort tauchte er vor uns auf: Der sagenumwobene Loch Ness. Eine große Wasserfläche erstreckte sich nach Links und rechts und unser Weg führte uns am Ufer entlang zum Urquhart Castle.

Auch hier gab es wieder Touristenströme und der Parkplatz war gut voll. Einen Parkplatz ergattert schauten wir uns das Ruinengelände von oben an und spekulierten ob wir DAFÜR wirklich 9£ pro Person bezahlen wollten. Klar wir hätten nen Audioguide bekommen und hätten auch einiges über die Geschichte des Castles erfahren, aber ich glaube nichts, was ich nicht auch aus Wikipedia bekomme.

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Hier fand ich den Eintritt für eine Ruine und das was man dafür bekommt zum ersten mal unangemessen, wenn ich bedenke dass Eilean Donan castle komplett neu aufgebaut wurde. Wir genossen noch einen Moment den Ausblick und schwangen uns dann wieder ins Auto. Wir fuhren erstmal zum Clansman Hotel hoch, damit wir in Ruhe einchecken konnten und schonmal die Sachen aufs Zimmer bringen konnten, damit wir unseren letzten Abend in Ruhe genießen konnten.

Als wir am Clansman ankamen traf uns fast der Schlag. Eine Horde von Reisebussen stand auf dem Parkplatz und eine kleine Hundertschaft von Japanern umströmte uns.
Der checkin verlief Reibungslos und wir betraten den Gang wo die Zimmer sind. Ich fühlte mich ein bisschen wie in Shining und wartete nur noch auf die Zwillingsmädchen und den Dreiradfahrenden Jungen.

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Als wir das Zimmer betraten wurde es bei Weitem nicht besser. Ein heißes düsteres Loch erwartete uns. Das Fenster ging nach hinten raus, wo wir nur auf einen Unkrautüberwucherten Hang hinaussahen. Die Heizung bollerte wie in der Hölle und ließ sich auch nicht ausschalten, da der Regler kaputt war. Haben sie dann kurzerhand über den Haupthahn am anderen Ende der Heizung ganz ausgedreht. Die Betten glichen Holzbrettern, Der TV hatte einen Wartungsaufkleber von 2013 der auf die nächste Wartung 2014. Die Dusche hatte einen richtig dicken Schimmelrand in der Tür und auch an der Zimmerdecke kamen Schimmelspuren durch.

Etwas genervt machten wir uns also wieder auf den Weg nach Drumnadrochit um uns ein bisschen den Ort anzuschauen.
Ja, hätten wir das mal lieber gelassen und wären unten über Invergarry und Fort Augustus gefahren. Ich denke da hätten wir wenigstens noch ein bisschen was mitnehmen können.
Der Ort war wie ausgestorben. Es gab hier NICHTS. Die Nessieausstellung und eine kleine Bootstour, ansonsten NOTHING. Dieser Ort ist wirklich nur zur Durchreise für die ganzen Touristentouren geeignet, die sich fix durch die Ausstellung schlagen und dann weiter zum nächsten Punkt eilen.
Ich glaube das war das enttäuschenste Erlebnis des Urlaubs.

Kurzerhand entschlossen wir uns noch nach Inverness reinzufahren. Dies war auch die durchaus weisere Entscheidung. Hier konnten wir noch ein bisschen durch die Innenstadt bummeln und ein letztes mal gut und günstig essen.

Inverness ist wirklich nett. Viele Pubs, viele kleine Gassen ein großes Einkaufszentrum. Alles was man braucht. Nach der Woche zwischen Schafen und Wiesen, war das hier nun fst schon zu viel für uns 😀

Nach einem guten Essen im Scotch & Rye sind wir zurück gefahren. Wir mussten ja noch zur Tankstelle volltanken und das Auto etwas von Innen aussaugen. Von außen war es ok. War halt vom Regen etwas Nass geworden und hatte Schlammspritzer an der Seite, aber von Innen haben wir halt doch Matsch und Steinchen mit reingebracht.

Getankt haben wir für nochmal 36£ und somit war das Auto voll und bereit für den Nächsten Tag zum abgeben.

Tagessaldo: 107£

KM: 240

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